AKTUELLES

 

Vermittler_innen zwischen den Kulturen

Tagung des Museums der Moderne Salzburg im Rahmen der Ausstellung „Einfluss im Exil“ in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Frauen im Exil“ in der Gesellschaft für Exilforschung e.V. vom 12. bis 14. Oktober 2018

Call for Papers bis 01. Dezember 2017


Grenzüberschreitungen: Migrantinnen und Migranten als Akteure im 20. Jahrhundert

Tagung in Bern am 1. und 2. Februar 2018, Dozentur für Migrationsgeschichte / Forschungsplattform „Migration: Kompetenzen bündeln – Impulse setzen – Grundlagen schaffen“ am Walter-Benjamin-Kolleg der Universität Bern / AG „Frauen im Exil“ in der Gesellschaft für Exilforschung e.V.

Forschungen zur Geschichte von Migration im 20. Jahrhundert sind mehrheitlich als Untersuchungen massenhafter Zu- und Abwanderung konzipiert. Dies gilt für die seit den 1980er Jahren im deutschsprachigen Raum mit dem Namen Klaus Bade verbundene sozialgeschichtliche Migrationsforschung, für auf die Möglichkeiten von Assimilation gerichtete Ansätze der Einwanderungsforschung bzw. immigration studies und für Untersuchungen der rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen von Migration.

Wenngleich diese Ansätze unverzichtbares Wissen über das Ausmass, den Kontext und die Formen des historischen Migrationsgeschehens generieren, gelingt es ihnen nicht, Migrantinnen und Migranten als aktiv Handelnde ins Zentrum zu rücken und subjektive Erfahrungen von Migration in ihren vielfältigen Facetten aufzuarbeiten. Hier setzt die Tagung an. Sie wendet sich Frauen und Männern als AkteurInnen zu, die Praktiken, Ausdrucks-, Darstellungs- und Kommunikationsformen entwickeln und fragt nach ihrer Handlungsfähigkeit und Handlungsmacht in politischen und sozialen Zusammenhängen:

Welche Faktoren haben individuelle Migrationsentscheidungen beeinflusst und wer war daran beteiligt? Wo konnten Migrantinnen und Migranten im Übergang in ein anderes gesellschaftliches Umfeld Handlungs- und Wirkungsmächtigkeit (Stichwort agency) entfalten? Mit welchen Strategien antworteten sie z.B. auf Deklassierungserfahrungen, etwa wenn Bildungsabschlüsse und Berufsqualifikationen im neuen Umfeld nicht anerkannt wurden oder die Möglichkeit der sprachlichen Verständigung eingeschränkt war? Welche Praktiken der Begegnung und der Einflussnahme entwickelten sie und in welchem Umfeld? Wie lässt sich Migrationserfahrung überhaupt erforschen, wenn Menschen sich erst einmal am neuen Ort niedergelassen und eingerichtet haben? Welche Bedeutung kommt dabei künstlerischen und literarischen Zeugnissen der Migration zu? Gibt es spezifische Formen des individuellen und kollektiven Erinnerns an diejenigen Wanderungsprozesse, die für die meisten europäischen Gesellschaften bis heute konstitutiv sind?

Call for Papers

 


BERICHT online „Neue Ansätze im interdisziplinären Austausch von Exil- und Migrationsforschung“

Internes Kolloquium der Arbeitsgemeinschaft „Frauen im Exil“ an der Universität Hildesheim am 28. und 29. Oktober 2016

Bericht

‘Women in Exile’ Research in Germany

Artikel über die Frauenexilforschung auf Japanisch mit einen englischen Abstract von Risa Tamaru vom Kagoshima Women’s Junior College, erschienen in: Gender History

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