TAGUNGEN

 

Auf dieser Seite finden Sie Call for Papers, Tagungsprogramme und - berichte.

 

„Archive und Museen des Exils“

Jahrestagung 2018 der Gesellschaft für Exilforschung e.V  vom 13. bis 15. September 2018 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main

Exil, Flucht und Migration sind meist grenzüberschreitende Ortsveränderungen, die unweigerlich mehr als einen Staat betreffen. Migrationsbewegungen beziehen sich dabei nicht nur auf die Menschen, die gehen, sondern auch auf die materialen Zeugnisse, die sie mit sich führen, die auf den Wegen des Exils entstehen, angeeignet, verloren oder zurückgelassen werden. Die Zerstreuung der Überlieferung der Emigrant/innen und die Rekonstruktion von Exilwegen und -leben stellt die Forschung vor große Herausforderungen. Fragen und Methoden der Provenienzforschung, die in den vergangenen Jahren zu einem prominenten Forschungsfeld mit z.T. neu eingerichteten Professuren geworden ist, werden gerade auch in Bezug auf Institutionen verhandelt, die ausdrücklich auf die Sammlung von Zeugnissen des Exils ausgerichtet sind.  Archive und Museen haben als sammelnde, bewahrende und ausstellende Institutionen und Erinnerungsorte eine besondere Bedeutung und Verantwortung im Kontext der Exil- und Migrationsgeschichte.

Call for Papers


Staatsbürgerschaft und Staatenlose angesichts von Vertreibung und Exil

Klausur-Tagung zur Vorbereitung des Jahrbuchs 2018 vom 26. Februar bis 01. März 2018 im Tagungszentrum der Töpfer-Stiftung in Gut Siggen

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„Beethovens Vermächtnis“: Mit Beethoven im Exil

Tagung des Beethoven-Haus Bonn in Kooperation mit Dr. Anna Langenbruch, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg vom 01. bis 03. März 2018 im Beethoven-Haus Bonn

Im Zentrum der Tagung stehen die Beethoven-Rezeption und Beethoven-Praktiken des Exils zwischen ca. 1933 und 1945, also z.B. das wissenschaftliche, literarische oder publizistische Schreiben über Beethoven, das politische und musikalische Handeln mit Beethoven, die Komponisten-Bilder, die sich ExilantInnen machten, die sie mitnahmen und transformierten, oder die Auseinandersetzung mit Beethovens Musik in Konzerten, auf Tonträger, im Rundfunk oder Film. Damit trägt die Tagung dazu bei, die Rolle von Musik und Musikwissenschaft im aktuellen Diskurs der Exil- und Migrationsforschung zu über­denken und zu stärken, und zwar am Beispiel einer Komponisten-Figur, die für das musikali­sche und politische Selbstverständnis deutschsprachiger Exilantinnen und Exilanten zentral war, bisher in diesem Zusammenhang jedoch wenig erforscht ist.

Anlass der Tagung ist die Wiederentdeckung einer verschollen geglaubten Studie des Musikpublizisten Paul Bekker aus den Jahren um 1934. Sie trägt den Titel „Beethovens Vermächtnis“ und soll auf der Tagung präsentiert und in den Kontext der zeitge­nössischen Auseinandersetzung mit Beethoven eingeordnet werden.

Tagungsflyer


Vorstufen des Exils:
 Irgendwo zwischen Heimat und Ankunft

Tagung der North American Society for Exile Studies (NASES) vom 18. bis 19. Mai 2018 an der Loyola University Chicago

Exil wird gewöhnlich als die Zeit definiert, in der man getrennt von der Heimat im Ausland leben muss, ungewollt und oft verbannt. Exil kann aber weiter gefasst auch als Prozess begriffen werden, der bereits in der Heimat, unterwegs und/oder vor der Ankunft im Exilland anfängt. Es sind Vorstufen des Exils: Entfremdung von der Heimat aus politischen, rassistischen, religiösen, auch sprachlichen Gründen, Zensur, vielfältige Überlegungen zum Für und Wider des Exilgangs, der bürokratische Hürdenlauf um die Ausreise, Grenzüberquerung und die oft abenteuerliche Reise an sich, der Aufenthalt in Durchgangsländern, das Erlernen einer neuen Sprache. In diesen Phasen ist überall schon ein wenig Exil, findet die psychische Auseinandersetzung damit und praktische Vorbereitung darauf statt. Angesichts der zähen geschichtlichen Beständigkeit des Exils sollen dessen Vorstufen keineswegs auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt bleiben, sondern können auch dessen unmittelbare Nachkriegsfolgen (z.B. die Vertreibung aus Osteuropa) bis hin zu den gegenwärtigen Migrationsbewegungen in die deutschsprachigen Länder umfassen. Die erwähnten und auch andere Vorstufen des Exils erwecken in letzter Zeit wissenschaftliches Interesse, z.B. in den „Passagen des Exils“ einer im Dezember 2016 stattfindenden Tagung an der LMU München. Insofern sieht sich dieses Call for Papers der NASES als Fortführung und Erweitung der LMU-Tagung, vor allem im Sinne der Entfremdung in der Heimat, was letztendlich auch eine Entscheidung für die innere Emigration und einen Standpunkt auf der Skala zwischen Anpassung und Widerstand einschließen kann.

Call for Papers


"Sites of Interchange: Modernism, Politics and Culture in Britain and Germany, 1919-1951"

Symposium des Courtauld Institute of Art vom 02. bis 03. November 2018 in London

Call for Papers


TAGUNGSBERICHT online  Grenze als Erfahrung und Diskurs

Jahrestagung 2017 der Gesellschaft für Exilforschung e.V. in Kooperation mit dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes vom 24. bis 26. März 2017 an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken  //  Weiter Lesen!

 

BERICHT online Doktorand_Innen Workshop

Doktorand/innen-Workshop im Vorfeld der Jahrestagung 2017 der Gesellschaft für Exilforschung e.V. in Kooperation mit dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes am 23. und 24. März 2017 an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken  // Weiter Lesen!